Für das Ausnehmen ist vor allem das
richtige Werkzeug von Bedeutung. Man braucht ein Messer mir scharfer
Klinge, die etwa 6-8 cm lang sein sollte. Die Klinge muss auch jeder
Zeit nachzuschärfen sein.
Schritt 1:
Man schneidet zunächst den Kopf am
äußersten Ende des Halses ab. Danach schneidet man die Füße in den
Gelenken ab.
Schritt 2:
Die Gans wird auf den Rücken gelegt. Ein
Schnitt am Halsansatz wird etwa 8-10 cm weit gesetzt. Und zwar so tief,
dass man die Luftrohre (dick und weißlich) und die Speiseröhre
(rosafarben) sehen kann ohne sie dabei zu zerschneiden. Jetzt zieht man
die Luftröhre und die Speiseröhre aus dem Hals heraus. Das ist gar nicht
so leicht. Eventuell muss man seine Finger um die Speiseröhre drehen,
damit diese nicht abrutscht. Man muss dabei aufpassen, dass man nicht
den ganzen Hals aus der Haut zieht. Wenn die Speise- und die Luftröhre frei
liegen, zieht man zuerst die Luftröhre aus dem Rumpf. Diese löst sich
relativ leicht von der Lunge. Danach greift man mit dem Daumen der einen
Hand in den Rumpf und hält mit den anderen Fingern von außen die Gans
fest. Mit der anderen Hand wird die Speiseröhre gezogen. Hier ist es
ratsam, die Speiseröhre um ein Stück Holz zu wickeln, damit man mehr
Halt bekommt. Man zieht solange bis die Innereien spürbar nachgeben. Sie
haben sich dann gelöst und man kann einfacher mit Schritt 3 fortfahren.
Schritt 3:
Jetzt wird die Gans gedreht und unterhalb
des Brustbeins in Richtung After vorsichtig aufgeschnitten. Zunächst
durchtrennt man eine dicke Fettschicht, die Flomen. Nach der Fettschicht
kommt etwas Gewebe, das behutsam durchtrennt wird, damit die Innereien
nicht beschädigt werden. Hat man ein kleines Loch durch dieses Gewebe
geschnitten, greift man mit zwei Fingern hinein und lupft die Bauchdecke
etwas an, so dass man gefahrlos den Schnitt bis zum After fortführen
kann. Dort angelangt, schneidet man um den After herum, ohne dabei den
Darm anzuschneiden. Der After liegt jetzt frei und die Öffnung ist so
groß, dass man mit der Hand Hineingreifen kann. Dabei greift man rechts
unter den Flomen entlang, umgreift den Magen und zieht ihn behutsam
heraus. Auch das geht nicht ganz leicht. Mit dem Magen entfernt man die
Gedärme und die meisten anderen Innereien. Die Speiseröhre, die mit
herausgezogen wurde, wird vom Magen abgeschnitten Der Magen wird dann
von den Gedärmen getrennt. Wichtig ist, dass bei alledem die Galle nicht
beschädigt wird. Sie ist als kleines, haselnussgroßes Organ gut zu
erkennen. Wird die Galle beschädigt und die Gallenflüssigkeit läuft aus,
muss sofort der Rest aus der Gans geholt werden und alles gründlich
ausgewaschen werden. Panik muss nicht aufkommen, allerdings muss man
darauf achten, dass keine Gallereste zurückbleiben. Zurück zum Magen.
Der Magen besteht aus gutem Muskelfleisch, das in die Suppe kommt. Der
Magen wird zwischen den erkennbaren Magenhälften aufgeschnitten, so dass
man die gelbe Magenschleimhaut entfernen kann. Der gereinigte Magen
kommt dann in eine kleine Tüte.
Danach wird nach der Leber gegriffen, wenn
sie nicht schon mit den anderen Innereien herausgezogen wurde. Sie sitzt
auf der linken Seite. Auch sie sitzt am Gewebe fest und muss behutsam
mit den Fingern gelöst werden. Die Leber ist eine wahre Delikatesse.
Auch sie kommt in den kleinen Extrabeutel. Zum Schluss muss nach das
Herz herausgeholt werden. Mit der Hand wird das Herz gefasst und langsam
herausgezogen. Auch das Herz ist bestes Muskelfleisch für die Suppe und
gehört auch zu den anderen Innereien in den Extrabeutel.
Schritt 4:
Jetzt kann man noch einmal genau
nachsehen, ob die Gans von innen sauber ist, eventuell sind noch
Eierstöcke oder Hoden nachgeblieben, die dann auch entfernt werden. Mit
Wasser kann man noch mal die Gans von innen säubern. Die Flomen bleiben
üblicherweise sitzen. Allerdings müssen sie vor dem Braten entfernt
werden. Aus ihnen kann man hervorragendes Gänseschmalz herstellen. Die
Fettdrüse auf dem Rücken
wird einfach großzügig abgeschnitten. Man muss dabei aufpassen, dass sie
vollständig entfernt wird.
Der Extrabeutel mit den Innereien wird nun
in die Gans gesteckt, das ganze Paket
in eine große
Plastiktüte und fertig ist sie zum Transport.